In Deutschland wird jedem Baby empfohlen, im ersten Jahr ein Vitamin D-Präparat zu geben. Vitamin D ist ein lebensnotweniges Vitamin, das bei vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt ist. Vitamin D ist essentiell für die gesunde Entwicklung des Babys. Es steht außer Frage, dass Babys sonneund auch Erwachsene eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D benötigen. Am besten ist es, sich so oft wie möglich draußen aufzuhalten, da unsere Haut aus dem Sonnenlicht selbst das Vitamin herstellen kann. Aber vor allem im Herbst und Winter ist es schwierig, da die Sonne weniger scheint, durch die warme Kleidung ist mehr Haut bedeckt und wir halten uns mehr in Innenräumen auf. Vitamin D zusätzlich zu nehmen, kann deshalb unter bestimmten Umständen sinnvoll sein.

Das Problem ist allerdings, dass die gängigen Vitamin D-Präparate in Deutschland voller Zusatzstoffe sind. Unabhängig von der Frage, ob man zusammen mit dem Vitamin D auch Fluor geben möchte, ist es schwierig ein Präparat zu finden, die nicht eine Unmenge von fragwürdigen Zusätzen enthalten.

Bedenklich sind vor allem Gelatine und Sojaöl.

Gelatine

Bei der Gelatine wird nicht deklariert, aus welchen Tierknochen sie gemacht wurde, aus Rindern oder aus Schweinen. Auch wenn seit den BSE-Skandalen die Anforderungen an Gelatine in medizinischen Produkten erhöht wurden, ist es doch ein Risikofaktor. Denn die Skandale um Lebensmittel, und hier vor allem um tierische Produkte treten in alarmierender Regelmäßigkeit auf. Die Herkunft der Gelatine lässt sich aber laut des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) nur bis zum Schlachthaus und nicht bis zum Herkunftsbestand nachverfolgen. Eine mögliche schädliche Belastung der Gelatine, auch wenn sie nur ein „Restrisiko“ ist – und seit Fukushima wissen wir alle, dass Restrisiken ernst zu nehmen sind - könnte nicht direkt zugeordnet werden und bliebe sehr wahrscheinlich unaufgedeckt.

Außerdem wollen viele Eltern auch nicht, dass das Neugeborene von Anfang an schon tierische Produkte isst. Vegetarisch lebende Eltern schon zwei Mal nicht.

Sojaöl

Sojaöl hingegen ist hoch allergen. Soja ist eines der häufigsten Allergene, der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. schreibt, dass Soja ein „Anwärter auf einen Hitlistenplatz der Allergieauslöser“ ist. Umso erstaunlicher, dass es in fast allen Präparaten enthalten ist. Daneben besteht auch immer die Gefahr, dass das Öl aus genetisch veränderten Sojabohnen gewonnen wurde. Die meisten Eltern lehnen aber genetisch veränderte Lebensmittel strikt ab.

Check: Ist in Ihrem Präparat auch Gelatine und Sojaöl drin?

Vergleich Vitamin D Präparate

 

Es gibt Alternativen:

Das Kombipräparat D-Flouretten von Sanofi-Aventis enthält weder Gelatine noch Sojaöl. Allerdings enthält es Lactose, was in manchen Fällen ebenfalls Probleme bereiten kann.

Möchte man hingegen nur Vitamin D gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Firma Merck vertreibt das Präparat Vigantol Öl. Für eine kurze Zeit war es vom Markt verschwunden, ist aber mittlerweile wieder erhältlich. Es enthält neben Vitamin D3 nur mittelkettige Triglyceride (d.h. das Öl), Stickstoff und Kohlendioxid. Verglichen mit den anderen Präparaten ist die Liste SEHR kurz. Aber wichtig: Vigantol ist rezeptpflichtig.

Das österreichische Gegenstück zu Vigantol ist Oleovit D3 von der Firma Fresenius Kabi Austria, Graz. Neben Vitamin D3 enthält es nur noch mittelkettige Triglyceride (Öl). Allerdings hat sich rausgestellt, das Öl aus Erdnüssen gewonnen wird. Erdnussöl ist wie auch Erdnüsse selbst hochallergen. Deshalb ist das Präparat nicht besonders empfehlenswert.

In Deutschland wird die Gabe von Alkoholpräparaten an Babys sehr skeptisch gesehen. In anderen Ländern wie z.B. Frankreich ist es hingegen üblich, Babys Vitamin D in einer Alkohollösung zu verabreichen. In Frankreich gibt es Stérogyl, das neben dem Vitamin D2 nur Alkohol enthält. Es kann problemlos z.B. über bestimmte deutsche Internationale Apotheken bestellt werden. Stérogyl ist vegan. Es kostet ca. 2,50 EVitamin D3 Wild Öluro.

 

Möchte man keinen Alkohol verwenden ist das schweizer Präparat Vitamin D3 Wild Öl ideal. Neben dem Vitamin D3 enthält laut Herstellerangaben nur Palmöl. Es ist nicht rezeptpflichtig und kann in jeder Apotheke in der Schweiz frei gekauft werden. Dda die Schweiz nicht zur EU gehört, kann man es nicht einfach so bestellen. Sie können Ihren Kinderarzt fragen, ob er Ihnen ein internationales Rezept ausstellt. Am einfachsten ist es, selbst hinzufahren und zu kaufen. Aber wichtig: es ist besser, vorher in der Apotheke anzurufen (z.B. sind die meisten Apotheken bei Google Maps mit Telefonnummer eingetragen) und zu klären, ob das Präparat auch wirklich auf Lager ist und wie viel es dort kostet.

 

Unterschied zwischen Vitamin D2 und D3

Der Unterschied zwischen Vitamin D2 und D3 ist folgender: D2 wird aus Plizen bzw. Pflanzen gewonnen, D3 hingegen ist tierischen Ursprungs. Meistens wird es aus Wollfett von Schafen hergestellt. Da die Herstellung von D3 besonders günstig ist, gibt es in Deutschland kaum Präparaten auf pflanzlicher Basis.

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