Dreimonatskoliken können wirklich ein Graus sein – sowohl für das Baby als auch für die Eltern. Häufig wird zu sog. „Entschäumern“ mit dem Wirkstoff Simetikon wie Sab Simplex oder Lefax gegriffen.

Leider haben so ziemlich alle Säuglingspräparate mit dem Wirkstoff Simetikon viele unerwünschte Hilfsstoffe wie künstliche Aromen, manche sogar umstrittene Konservierungsstoffe wie Natriumbenzoat. Diese Stoffe können in den Stoffwechsel des jungen Organismus eingreifen und vielleicht mehr Schaden anrichten als Nutzen. Außerdem ist die Wirksamkeit von Entschäumern wissenschaftlich nicht vollständig belegt. ÖKO-Test hat die Mittel kürzlich getestet. Der Test kann beim Kauf eine Orientierungshilfe darstellen.

Auch Kümmelöl, das sehr gerne zur Massage des geblähten Bäuchleins benutzt wird, kann tückisch sein. Denn in dem Massageöl steckt nur ein geringer Teil des Wirkstoffs Kümmelöl. Den Hauptanteil macht das „Trägeröl“ aus. Nicht selten wird hier das höchst allergene Erdnussöl verwendet. Deshalb ist es wichtig, die Inhaltsstoffe genau zu lesen.

Natürlich gibt es auch zig anderer Mittel und Methoden, die gegen Blähungen helfen sollen. Die wichtigste und auch die schwierigste Methode ist dabei, dass die Eltern ruhig und entspannt bleiben. Wenn sich die Eltern anstecken lassen, dann beginnt ein Kreislauf, der nur schwer zu durchbrechen ist. Aber in der Realität ist das SEHR schwer machbar.

BiGaia Tropfen

 

Sehr hilfreich und nebenwirkungsfrei sind Darmbakterien von BiGaia, die das Baby einfach schlucken kann. Diese Bakterien sind Teil unserer natürlichen Darmflora und unerlässlich für die Verdauung. Die Bakterien befinden sich in einer Sonnenblumenöllösung. Die Tropfen selbst schmecken neutral und sind leicht zu verabreichen.

 

Was auch hilft – allerdings nur in dem Moment – sind Darmrohre. Ein Katheter wird ein kleines Stück weit in den Darm des Babys eingeführt und ermöglicht so, dass die Gase abgelassen werden. Das Baby spürt sofort eine Erleichterung. Es darf aber nicht zu einer Gewohnheit werden, da sonst der natürliche Darmmechanismus, vor allem die Funktion des Schließmuskels, gestört wird.

In Deutschland ist diese Methode fast unbekannt. Sie wird auch mit großer SkepsiWindi Katheters gesehen. Deshalb gibt es auch fast keine babygerechten Produkte. In anderen Ländern, vor allem im Osten (z.B. Tschechien) und im Norden (z.B. Schweden) wird sie erfolgreich praktiziert. Die schwedische Firma DiProServa Medical AB hat einen einfach zu handhabenden, sicheren und innovativen Katheter entwickelt.  

 

 

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