Plastikarten (er)kennen

Plastik ist überall. Es umgibt uns tagtäglich. Es wird auch gerne und viel in der Herstellung von Spielzeug eingesetzt. Deshalb ist es wichtig zu wissen, was man da überhaupt kauft.

Die Plastikart ist leider nicht immer erkennbar, da es keine Pflicht gibt, Plastik zu markieren. Aber viele Plastikerzeugnisse tragen einen sog. Recyclingcode, der über die Art des Kunststoffs Auskunft gibt. Der Recyclingcode besteht aus einer Zahl in einem Dreieck aus Pfeilen. Manchmal wird aber auch nur die Zahl aufgedruckt.

Hier die wichtigsten Kunststoffarten zusammengefasst:

Polyethylen(PE)

PEPEAus PE sind häufig alle möglichen Alltagsgegenstände wie Folien (z.B. Frischhaltefolie oder die Folienverpackung um Papiertaschentücher) Getränkekästen und Taschen. LD und HD stehen für Low Density (niedrige Dichte) und High Density (hohe Dichte). Nach dem heutigen Wissensstand ist PE nicht gesundheitsschädlich.

Polypropylen (PP)

PPAuch PP findet sich in den meisten unserer Alltagsgegenstände wie Lebensmittelverpackungen oder in der Innenausstattung von PKWs. Nach dem heutigen Wissensstand ist PP nicht gesundheitsschädlich.

 

Polyvinylchlorid (PVC) - möglichst meiden!

PVCPVC an sich ist spröder Kunststoff. Doch durch die Zugabe von Weichmachern wird es elastisch und leicht formbar. Weich-PVC findet sich in Bodenbelägen, Schuhsohlen
Tapeten, Kleidung, Babyartikel und Kinderspielzeug. 

PVC sollte man unbedingt meiden: Weich-PVC gibt gesundheitsschädliche Weichmacherphthalate ab, die zum Teil in Babyartikeln verboten bzw. reglementiert sind. Außerdem werden oft giftige Organozinnverbindungen verwendet, um PVC vor den Einwirkungen von Hitze und Licht stabil zu machen.

Bei der Herstellung werden krebserregende Substanzen freigesetzt und die Wiederverwertung von PVC ist äußerst problematisch. Da es leider ein ziemlich billiger Rohstoff ist, wird er von der Industrie trotz der gravierenden Nachteile gerne verwendet.

Polystyrol (PS)

PSStyropor besteht auf PS. Aber auch Isolierungen elektrischer Kabel, Gehäuse,
Schalter oder verschiedene Verpackungen. Bei Herstellung von Polystyrol kommt das Krebs erregende Benzol zum Einsatz. Die Verarbeitung führt zur Freisetzung des karzinogenen Styroloxids.


Polyurethan (PU)

Das wohl bekannteste PU-Alltagsprodukt ist Elastan, das die Kleidung elastisch macht. Es findet sich aber auch in Matratzen, Autositzen, Sitzmöbel oder Küchenschwämmen. Matschhosen und Regenjacken sind häufig aus PU als Alternative zu PVC.

Die Entsorgung von PU ist äußerst problematisch. Bei der Verbrennung werden zahlreiche gefährliche Chemikalien wie Isocyanate, Blausäure und Dioxine freigesetzt und in Deponien zersetzt sich PU in giftige Stoffe.

PU hat keinen Recyclingcode. Manchmal wird die Abkürzung PUR auf dem Kunststoff verwendet.

Polyethylenterephthalat (PET)

PETPET kennen wir vor allem von den Getränkeflaschen. Es findet sich aber auch in Haushalts- und Küchengeräten, Computergehäusen oder Gefäßprotesen wieder.

Das Problem bei PET ist, dass die genaue chemische Zusammensetzung oft unbekannt ist, da ein Großteil aus recycelten Materialien hergestellt wird. Dies können z.B. gesundheitsschädliche Weichmacher enthalten. Außerdem gibt PET mit der Zeit gesundheitsschädigendes Acetaldehyd (Ethanal) in die Flüssigkeit ab. Deshalb
wurden in PET-Flaschen anfangs nur süßliche, den Beigeschmack kaschierende Getränke abgefüllt.


Polycarbonat (PC) - möglichst meiden

OTHERPC steckt in fast allem was durchsichtig und bruchsicher sein soll. Es sind Gehäuse, Fenster von Spielzeugautos, Trinkflaschen oder Milchpumpen (!!!). PC enthält einen hohen Anteil an Bisphenol A (BPA), das vor allem beim Erhitzen freigesetzt wird.

BPA beeinflusst das Hormonsystem, wirkt fortpflanzungsschädigend und krebserregend. Seit Juli 2011 darf in Babyflaschen und -saugern kein PC mehr verwendet werden. Überall sonst kann es aber noch lauern, denn am Recyclingcode ist nicht eindeutig erkennbar, um was für einen Kunststoff es sich handelt.

Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS)

Viele Gehäuse von elektrischen Geräten wie Radioweckern oder elektronischem Spielzeug werden aus ABS hergestellt.

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