Tipps für Spielzeugkauf

Um Schadstoffe zu minimieren ist nach meinen Recherchen Spielzeug am sichersten, wenn es aus

  • unlackiertem (keine giftigen Farben, Lösungsmittel, Schwermetalle)Holzspielzeug
  • unverleimtem (keine giftigen Lösungsmittel u.a. Formaldehyd)
  • einheimischem (exotisches Holz kann eventuell Allergien auslösen)
  • Vollholz besteht (in Spannholz wird sehr häufig Formaldehyd verwendet).

 

Dann muss man sehr auf Hygiene achten und das Spielzeug oft auswechseln, da Speichel und Schweiß auf unbehandeltem Holz einen idealen Nährboden für Bakterien bilden.

Es gibt Empfehlungen von verschiedenen kompetenten Institutionen, was man beim Spielzeugkauf beachten soll. Allerdings merkt man schnell, dass die Empfehlungen schwer umzusetzen sind, wenn man im Spielzeugladen vor dem verpackten Spielzeug steht. Gut zu wissen sind sie trotzdem.

Hier sind die Empfehlungen von den Verbraucherzentralen, dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und meinen Erfahrungen zusammengefasst.

Mit allen Sinnen einkaufen

Tasten: Nehmen Sie das Spielzeug in die Hand und untersuchen Sie es gut: gibt es lösliche Kleinteile? Hat das Spielzeug scharfe Kanten und Ecken? Bei lackiertem Spielzeug sollten Eltern auf Speichelechtheit achten. Färbt das Spielzeug ab, dann sollten Sie vielleicht vom Kauf absehen.

Riechen: Kaufen Sie lieber nichts, was chemisch oder unangenehm riecht. Auch beduftete Produkte sollten sie Ihrem Kind ersparen, denn einige Duftstoffe können Allergien auslösen oder sich im Körper anreichern. Ein nachträgliches Umtauschrecht wegen des Geruchs haben Sie nicht: Aber fragen Sie nach einem Umtausch auf Kulanz.

Schmecken: Nehmen Sie das Spielzeug zu Hause in den Mund. Ihr Kind tut es ja auch. Hat das Spielzeug einen unangenehmen Eigengeschmack, sollte es das Kind zumindest nicht in den Mund nehmen.

Hören: Viele Spielsachen sind viel zu laut für die kleinen Ohren. Testen Sie die Lautstärke vor dem Kauf.

Sehen: Sind die CE-Kennzeichnung und die vollständige Herstelleranschrift (nicht nur eine Webseite) angebracht? Wenn nicht, dann sollten Sie misstrauisch werden.

Welches Plastik

PVC enthält oft große Mengen an gesundheitsschädlichen Phthalaten (Weichmachern) sowie andere gesundheitsschädliche Zusatzstoffe wie etwa Blei, Organozinnverbindungen oder Nonylphenol. Gerade für Kleinkinder, die Spielsachen in den Mund nehmen, kann das gefährlich sein. Fehlt die Angabe des Kunststoffs auf Produkt oder Verpackung, handelt es sich meist um PVC.

In Polycarbonat (PC), das z.B. für bruchsichere, durchsichtige Scheiben in Spielzeugautos verwendet wird, stecken große Mengen von dem für Babyflaschen und -sauger verbotenen Bisphenol A (BPA). BPA löst sich, wenn Kinder das Spielzeug in den Mund nehmen. Bei festem, durchsichtigem Kunststoff lieber nachfragen, ob es sich um PC handelt.

Es gibt auch - beim heutigen Stand der Forschung - auch Plastik, das unbedenklich ist. Plastikspielzeug sollte möglichst aus Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) bestehen.

Weitere Tipps

Schauen Sie sich Tests von Stiftung Warentest oder Ökotest an. Man kann die einzelnen Testergebnisse auch günstig im Internet herunterladen. Die Tests der Stiftung Warentest sind außerdem auch in den Verbraucherzentralen einsehbar.

Bei älteres Spielzeug z. B. vom Flohmarkt, können bestimmte Schadstoffe schon ausgedünstet sein. Aber älteres Spielzeug ist kein "Freischein". Es gibt auch Stoffe, die man z.B. nicht riechen kann und die das Spielzeug auch nach längerer Zeit noch abgibt z. B. Formamid.

Den Hinweis "Nicht für Kinder unter drei Jahren" sollten Sie ernst nehmen. Bis zu diesem Alter stecken Kinder alles in den Mund.

Das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) zeichnet Produkte aus, deren Hersteller es freiwillig auf die gesetzlichen Vorgaben untersuchen ließen und diese zumindest einhalten.

Als Faustregel gilt: ein Spielzeug mit einem unabhängigen Gütesiegel ist besser als eines ohne.

Geiz ist gefährlich: Verzichten Sie auf Billigspielzeug, denn dort werden am häufigsten gesundheitsschädliche Stoffe und Grenzwertüberschreitungen festgestellt.

Plüschtiere sollten möglichst waschbar sein. Allerdings müssen sie nachher gut trocknen, sonst können sich Schimmelpilze bilden. Gegen Milben hilft ein Kurzaufenthalt von 24 Stunden in der Tiefkühltruhe.

Copyright 2011 Sicheres Kinderspielzeug - Basierend auf dem Template von Joomla templates.