Schadstofffreie Kita

Letztes Jahr hatten deutschlandweit Kitas die Möglichkeit, ihre Einrichtung durch den BUND auf Schadstoffe untersuchen zu lassen. Über 100 Kitas haben das Angebot angenommen. Das Ergebnis war beunruhigend: die Laboranalysen haben gezeigt, dass Kitas im Durchschnitt dreimal höher mit gesundheitsschädlichen Weichmachern belastet sind als normale Haushalte. Diese Weichmacher (Phthalate) stammen vor allem aus Produkten aus Weich-PVC. Außerdem hat der BUND in vielen Kitas die hormonähnliche Substanz Bisphenol A (BPA) nachgewiesen, die in der EU bisher nur in Babyflaschen- und saugern verboten ist. BPA wird bei der Herstellung vom Kunststoff Polycarbonat (PC) verwendet. Sowohl Phthalate als auch BPA gehen keine dauerhafte Verbindung mit den Kunststoffen ein und können sehr leicht wieder an die Umwelt abgegeben werden. Sarah Häuser, die BUNDChemieexpertin, erklärt: "Unsere Analysen zeigen, dass Kinder wahren Giftcocktails ausgesetzt sind. Das ist ein unhaltbarer Zustand. Doch obwohl Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner schon mehrmals von uns auf diese Gefahren hingewiesen wurde, glänzt sie bisher durch Untätigkeit."

Die Ergebnisse des BUND haben die Stadt Köln dazu bewogen, neue Anforderungen an den Einkauf von Spielzeug, Möbeln und Sport- und Turngeräten für alle öffentlichen Kitas und Schulen, insgesamt 396 Einrichtungen, zu stellen. So sollen Kinder bis etwa 10 Jahre möglichst ohne die fortpflanzungsschädigenden Phthalate und BPA aufwachsen. Es ist bisher eine einzigartige Maßnahme, an der sich hoffentlich viele ein Beispiel nehmen werden.

Ausführlicher Bericht zu den Maßnahmen in den VDI-Nachrichten , Anforderungen der Stadt Köln

BUND-Aktion Zukunft ohne Gift

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